Ja ähh, jetzt ruft schon das Oktoberfest – Mafia Bavarese und Feiern

feiern

Der Oktoberfest-Hit 2011 ist alles andere als ein Sauf- und Grölsong. Er enthält eine bayerische Botschaft an die Welt hinsichtlich Gastfreundlichkeit und Weltoffenheit der bayerischen Gesellschaft. Der Text schildert das Selbstverständnis der Bayern wie sich das Volk versteht, fernab von hitzigen Multikulti-Diskussionen in den Medien und Politik so, wie der Volksmund es dahersagt.

„ … dann is wurscht wer nebn uns sitzt, ob er guat riacht oder ob er schwitzt…“. In den bayerischen Bierzelten sitzen die Menschen zusammen und scheinen Ressentiments hinsichtlich gesellschaftlicher  Schichten zu vergessen. Politiker aller Parteien neben Arbeiter, Unternehmer, Beamte, Angestellte, Künstler und Vertreter unterschiedlicher Konfessionen und Nationen freuen sich des Lebens und der guten Laune. Sigi Lee Nachreiner hat den Song zusammen mit Ron Sigl geschrieben und ihn für seine Mafia Bavarese arrangiert.

„… Feiern dama gern, Singa, Tanzn, Musi hörn…“ ein einprägsamer Refrain kann zum Ohrwurm werden, der immer gute Laune macht und zum Mitsingen motiviert. Der weitere Text  lässt zum Zuhören aufhorchen und schmunzln und schildert eine Bierzeltszene, wie sie jeder auf die eine oder andere Art schon mal erlebt hat: „ … ja wer sitz heit neba mir, des aus Indian der Fakier; da Schwoarz do aus Burkina Faso, hebt jetzt scho de dritte Maß o…“  Die Geselligkeit in bayerischen Bierzelten ist bekanntlich weltweit höchst beliebt und so kann es ja auch gerne in  die Welt hinausgetragen und gesungen werden.

Endlich ein Oktoberfest-Song mit ehrlichem Tiefgang und einem Sinn, mit dem man sich identifizieren kann. Er kann durchaus für Diskussionsstoff sorgen, da er in gewisser Weise polarisiert und höchstens die Menschengruppe verstört, die mit einem weltoffenen Bayern nichts am Hut haben. Aber zum Geschäft gehört eben die Gastfreundlichkeit, denn das Bier allein hat das Oktoberfest und alle anderen Volksfeste in Bayern nicht zu der weltweiten Attraktion verholfen, wie das heutzutage der Fall ist. Der bayerische Geist entscheidet, und darauf kommt es an:

Schwarz, weiß, gelb, rot, braun – mitanand des is mei Traum!

Sigi Lee Nachreiner
Carl Dischler, RM-Medienagentur


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