Neues zum Streit zwischen Gema und Youtube

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Bereits im vergangenen Jahr hatte die Gema zusammen mit einigen ausländischen Vertretern der Verwertungsgesellschaften Klage gegen das Online-Video-Portal Youtube eingelegt. Streitpunkt waren 75 Songs, deren Löschung auf der Internetseite durch einen Eilbeschluss erwirkt werden sollte. Youtube gewann den Rechtsstreit, doch die Verhandlungen mit der Verwertungsgesellschaft bleiben weiterhin ein interessantes Thema in den Musik-News.

Da die Gespräche zwischen beiden Unternehmen seit der Auseinandersetzung vor Gericht scheinbar eingeschlafen sind, melden sich nun auch die Chefs zweier einflussreicher Plattenlabel zu Wort. Frank Briegmann, der Chef des deutschen Universal Music-Zweigs, wies darauf hin, dass es in vielen Ländern bereits eine Einigung zwischen den Rechtsinhabern der Musikszene und Youtube gegeben habe. Edgar Berger, der Chef der deutschen Sony Music, fand ähnlich scharfe Worte und wies darauf hin, dass sich einige Mitglieder des Gema-Aufsichtsrats gegen die Veränderungen des digitalen Zeitalters wenden.

Hauptstreitpunkt zwischen Youtube und Gema bleiben aber die Lizenzgebühren für Musik . Die Gema fordert pro aufgerufenem Titel eine Gebühr von 12 Cent, vor zwei Jahren war es nur ein Cent gewesen. Im Nachbarland Frankreich haben sich die Parteien auf eine Beteiligung der Verwertungsgesellschaft an den Werbeeinnahmen geeinigt, welche für das französische Videoportal finanzierbar ist.

Die Summe, die nun von den deutschen Vertretern des Konzerns gefordert wird, halten die Chefs der Plattenlabel für überzogen. Youtube gab bekannt, dass das Unternehmen durch die geforderte Gebühr einen Verlust einfahren würde, den man nicht durch Werbung abdecken könne. Weil der Streit zwischen Gema und der Google-Tochter aber bereits einige Jahre andauert, darf man nicht mit einer baldigen Einigung rechnen.

CIS


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