ZILL – Songs irgendwo zwischen dunkel und hell

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Zunächst weiß man nicht so ganz genau, was man mit den Songs von Zill anfangen soll.  Aber spätestens beim dritten Song hat man verstanden.

Da ist aber etwas, das gefunden werden will. ZILL treibt die Suche nach der Erlösung hinter der Melancholie, nach der Schönheit unter dem Schmerz.
Er ist ein Stimmungsfänger, der dem richtigen Klang hartnäckig auf der Spur bleibt, bis er ihn greifen kann. Das Ergebnis sind dichte Songs, die das Sehnen der großen Synthesizerbands mit der Schwerkraft des Rock’n’Roll erden.

Da ist etwas, das raus muss. ZILL hat die Stimme dafür. Er findet die Worte. Und er kann eine Ahnung vermitteln von dem, was sich unter der Oberfläche bewegt. Das ist zu hören und zu spüren – im Studio und auf der Bühne.

“Wundland” ist da. Das erste Album von ZILL. Elf dichte und gereifte Songs. Darunter ist auch die bereits schon im Internet und auf diversen Samplern veröffentlichte Single “Madeleine”, die begeistert aufge-nommen wurde.

Und nun endlich auch reichlich neues Material: Harte Riffs, sphärische Sounds, erdige Beats und coole Elektrosounds. Persönliche Texte, die den Finger in die Wunde und auf Narben legen. Das Album zeigt alle Facetten von ZILL.

http://www.zill-music.de/

ZILL seit 1980

1980
Ein erster, drastischer Einschnitt in ein junges Leben. Mit nur 6 Jahren muss sich ZILL einer schweren Operation an der Brust unterziehen. Die Erfahrung legt sich wie ein Schatten über ihn, raubt ihm die Luft und hinterlässt eine große, unübersehbare Narbe.’

1988
Das Jahr, in dem ein Song von vier jungen Männern aus Basildon, Essex, plötzlich direkt zu diesem Heranwachsenden in Muggensturm bei Rastatt spricht, zugleich alles in Frage stellt und neue Antworten gibt. „Let me see you stripped…“

1989
Der Tod von ZILLs Vater schlägt weitere Wunden.

1992
Als das Musikmachen zuhause nicht mehr genug war und ZILL auf die Bühnen drängte, die sich in Rastatt eben so boten. Mit der ersten eigenen E-Gitarre oder einem geliehenen Bass und etwa drei Riffs, die er nachspielen konnte. In einer Zeit, als neue Platten von Die Toten Hosen, Fury in the Slaughterhouse, Herbert Grönemeyer und vor allem BAP ein Ereignis waren. Als ZILL ernsthaft in Erwägung zog seinem Chaos zu entfliehen, die Schule zu schmeißen und in die Musikstadt Köln zu ziehen, dann aber doch in Rastatt blieb und seine erste Band gründete: reissfest. Und so aus ZILL ein Sänger wurde.

1992 – 2003
Die Zeit, in der ZILL den langen Atem lernte, mit „reissfest“ Songs und deutsche Texte schrieb und hunderte von Konzerten spielte. In der er seine Rolle als Frontmann und Sänger entdeckte, mit ihr haderte, sie nicht mehr missen wollte und an ihr wuchs. Preise und Auszeichnungen bei verschiedenen Wettbewerben befeuerten ihn und die Band. Doch die wahre Belohnung waren eine Deutschlandtournee und Gigs mit Größen wie Toto und den alten Helden BAP.

2003
Ein Jahr des Übergangs. Die Band war endgültig Vergangenheit, die Unsicherheit des Lebens stand vor der Tür und eine Unplugged-Coverband wurde zur vorübergehenden musikalischen Heimat, diesmal in der zweiten Reihe als Gitarrist. Verschnaufpause. Aber auch das wirklich tolle Beatles-Medley war kein echter Ersatz für eigene Musik.

2004

Überfällig fanden manche ZILLs Einstieg in eine „bürgerliche Existenz“. Um den Schritt vom Sänger und Performer zum Büroangestellten zu schaffen, musste ein klarer, fast gewaltsamer Bruch her: Schluss mit der Musik! Doch etwas wehrte sich: Das Gefühl, am falschen Platz das Falsche zu tun, war bald nicht mehr zu leugnen. Und so schwierig sich die Existenz als Sänger und Songschreiber bisweilen auch gestaltete, so sinnentleert war es, plötzlich ein Leben ohne Musik zu führen. Die Luft war draussen…

2006

Der Schritt, die Befreiung in die Selbstständigkeit erfolgte gleich in zweierlei Hinsicht. Beruflich emanzipierte sich ZILL zum selbstständigen Trainer und Berater, wobei er seiner Rolle als Frontmann und Anheizer treu bleiben konnte. Musikalisch fasste er den Entschluss, seine Suche nach Klängen und Stimmungen, Songs und Worten konsequent voran zu treiben. Als Teil seiner selbst, der nicht ignoriert werden kann. Und endlich unter eigenem Namen und mit vernarbter Brust.


Sandmann-Clip & Musikvideo von “ZILL” zur Unterstützung der Initiative “Die Sandmänner – Gegen Kinderarmut in Deutschland”.

MPN


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