ESC 2011 Programm – Grand Prix de l’Opera

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Die Begeisterung für den Eurovision Song Contest (ESC) in Düsseldorf hat auch die Opernfans gepackt. Per Internet und Telefon hatten sie aus 60 Opernarien im April ihre Klassik-Favoriten gewählt.
Die ersten zwölf präsentierte die Deutsche Oper am Rhein beim “Grand Prix de l’Opéra” im Rahmenprogramm der Landeshauptstadt zum ESC am Montag, 9. Mai. Als charmante und schlagfertige Moderatorin führte Barbara Schöneberger durch das Programm. Als Tochter eines Soloklarinettisten der Bayerischen Staatsoper ist die vielseitige Entertainerin mit dem klassischen Opernrepertoire bestens vertraut und hatte die Opernfans ganz auf ihrer Seite.

“Das Schönste ist, dass Sie alle da sind, ohne das Programm und die Solisten des heutigen Abends zu kennen”, begrüßte Generalintendant Christoph Meyer die 1.300 Besucher im ausverkauften Düsseldorfer Opernhaus. Los ging es mit Platz zwölf, der Arie des Basilio “La Calunnia” aus Rossinis “Il Barbiere di Siviglia”. Es folgten Arien aus “Carmen”, “Die Zauberflöte”, “La Traviata”, “Rigoletto” und anderen beliebten Opern.

Der Funke sprang unmittelbar über, und die Spannung steigerte sich bis zum Schluss: Nach der Gralserzählung aus Wagners “Lohengrin” auf Platz vier war Puccini an der Reihe: Auf Platz drei die Arie der Lauretta “Oh mio babbino caro” aus “Gianni Schicchi”, auf Platz zwei das berühmte “Nessun dorma” aus “Turandot”. Für viele eine Überraschung, aber doch mit deutlichem Abstand auf den ersten Platz gewählt worden war “Casta Diva”. Mit Bravour interpretierte Carmen Giannattasio die Arie der Norma aus Bellinis gleichnamiger Oper, eine der berührendsten Arien der Opernwelt.

Mit stehenden Ovationen feierte das Publikum die zwölf Solisten aus acht Nationen, die die Idee des Eurovision Song Contest so charmant auf die Opernbühne übertrugen und mit den Düsseldorfer Symphonikern unter Generalmusikdirektor Axel Kober ein glänzendes Opernereignis feierten. Bei den Zugaben durfte sogar mitgesungen und mitgesummt werden. Axel Kober gab den Einsatz für das gut gelaunte Publikum, das prompt die Chorpartie aus Puccinis “Nessun Dorma” übernahm.

“Das ist Oper für alle”, konstatierte Barbara Schöneberger, die bei den beiden Zugaben selbst kräftig mitmischte. Auch, dass einige Arien sich nicht im Original, sondern befrachtet mit einer Werbebotschaft in den Köpfen eingenistet haben, ließ sie nicht aus. “Oh, wie verführerisch…” hätte sich auf jeden Fall auch als Motto für den Opern-Grand-Prix am Abend des 9. Mai im Düsseldorfer Opernhaus geeignet.

Pressedienst Stadt Düsseldorf
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