DSDS 2011 – Die Jury: Interview und Biografie von Fernanda Brandao

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Samstag d. 8. Januar 2011 startet die nächste Staffel von DSDS – Deutschland sucht den Superstar. Heute möchten wir euch ein weiteres Mitglied der Jury vorstellen: Fernanda Brandao
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Freust du dich auf die neue Staffel DSDS, freust du dich, dass du jetzt dabei bist?
Fernanda Brandao: „Ich freu mich unheimlich. Mich hat die Nachricht sehr, sehr überraschend getroffen. Ich war gerade mitten in meinem Umzug und am Packen als ich erfahren habe: ‚Du bist die Neue’. Es ist wirklich eine große Freude,  weil ich selber die DSDS-Staffeln alle verfolgt habe. Es ist wie im Traum, du bist auf einmal Teil deiner Lieblingssendung.“

Aber es ist schon auch eine Herausforderung?
Fernanda Brandao: „Es ist eine große Herausforderung an der größten Castingsendung Deutschlands teilzunehmen, definitiv.“

Was reizt dich an DSDS?
Fernanda Brandao: „An DSDS reizt mich die Tatsache, dass man die Entwicklung der Kandidaten aus nächster Nähe miterlebt. Ich möchte gerne den Leuten helfen, ihre eigene Persönlichkeit rauszubringen und über’s Singen hinaus zum Strahlen zu bringen. Es haben in der Vergangenheit wenig Frauen gewonnen, vielleicht können wir das in dieser Staffel ändern. Wir wollen Beine sehen und Selbstbewusstsein, aber auch tolle Stimmen. Ich hoffe auf viele, viele Überraschungen, auf große Talente und auch große Persönlichkeiten.“

In der Jury sitzen außerdem noch Dieter Bohlen und Patrick Nuo. Was hältst du denn von deinen Kollegen?
Fernanda Brandao: „Also ich find’s schon mal gut, dass ich zwei Kollegen habe, die ich beide kenne. Patrick kenne ich aus Hamburg, wir haben viele Gigs zusammen gespielt. Ich kenne auch seine Frau. Er ist ein sehr, sehr ruhiger, sehr angenehmer Mensch, ein guter Sänger. Dieter? Wer kennt Dieter nicht. Wir kennen uns natürlich nur sehr oberflächlich von Musikevents, man läuft sich ja über den Weg in der Branche, die ist ja klein. Wir wissen alle, Dieter hat ne sehr spezielle Art, aber eigentlich mag ich das ganz gerne. Ich mag es sehr, wenn Männer wissen, was sie wollen und direkt sind. Ich glaube, von ihm kann man eine ganze Menge lernen.“

Dieter Bohlen ist sicherlich ein DSDS-Urgestein, wie tritt man ihm denn gegenüber?
Fernanda Brandao: „Dieter Bohlen ist der Pate dieser Show. Er ist der Pop-Titan und ich habe großen Respekt vor dem, was er geleistet hat und zu was für einer Institution er sich aufgebaut hat. Aber ich habe jetzt keine Angst. Ich glaube, es wird interessant, ihn mal aus nächster Nähe zu erleben und wie bereits erwähnt, ich glaube von dem Mann kann man sehr viel lernen.“

Wie wird deine Rolle in der Jury aussehen?

Fernanda Brandao: „Ich glaube, dass meine Rolle daraus bestehen wird, die Kandidaten in ihrer Performance genau zu überprüfen und zu checken. Ich komme vom Tanzen, ich habe lange Zeit junge Talente gecoacht, junge Künstler auf die Bühne gebracht, ihre ersten Schritte begleitet. Ich bin eine Bühnensau und für mich ist die ganz große Show wichtig. Wie präsentieren sich die Kandidaten? Was strahlen sie aus? Haben sie genug Persönlichkeit, die rüberkommt? Darauf werde ich extrem achten neben dem Gesang, der sowieso im Vordergrund steht. Aber wir haben jetzt auch in der Vergangenheit erlebt, gut singen alleine macht noch keinen Superstar.“

Wirst du ein harter Juror sein?

Fernanda Brandao: „Ich bin hart aber fair. Und herzlich.“

Auf welche Kandidaten freut man sich besonders?

Fernanda Brandao: „Ich freue mich gleichermaßen auf alle Kandidaten, die auffallen. Egal, ob sie besonders gut oder besonders schlecht auffallen. Ich freue mich auf die Leute, die Mut haben, ein bisschen mehr zu zeigen als der Standard. Unter anderem freue ich mich sehr auf die Mottoshows, weil ‚große Bühne, große Shows’ – genau meine Welt. Und – das ist mein Geheimnis (lacht) – ich freu mich auf Menderes. Ich hoffe, der kommt wieder.“

Du bist noch jung, aber trotzdem schon lange im Geschäft. Glaubst du, du kannst den Kandidaten Tipps geben? Welche?
Fernanda Brandao: „Ja, ich glaube ich kann den Kandidaten viele Tipps geben. Vor allem stand ich selbst jahrelang in der Position, gecastet zu werden und auf einmal bin ich einer von diesen drei Menschen, die da sitzen und über deine Zukunft bestimmen oder dir große Türen für deine Zukunft öffnen können. Dass ist der Wahnsinn! Ich kann mich super in die Kandidaten hinein versetzen und weiß was Nervosität, was Texte lernen bedeutet. Und was es bedeutet, immer gut auszusehen und eine tolle Ausstrahlung haben zu müssen, obwohl es einem in dem Moment vielleicht grad gar nicht gut geht. Ich hoffe, dass ich sie damit trösten kann, dass ich beide Seiten kenne.“

Wie geht es einem denn bei einem Casting auf einer Bühne?
Fernanda Brandao: „Dein Adrenalinspiegel steigt einfach bis ins Unermessliche, das kann ich auch von mir selber sagen. Die Psyche spielt da ne große Rolle, es lässt keinen Menschen kalt, zu einem Casting zu gehen, du bist ja immer angespannt, dein Kopf dreht durch. Aber cool zu bleiben ist die Kunst in diesem Geschäft. Weil sonst überlebst du nicht lange. Die Leute denken, die Sendung an sich wäre hart, aber das Geschäft ist noch viel härter. Man hat eigentlich gar nicht die Möglichkeit, so eine Crash-Ausbildung in sechs Monaten zu bekommen und dann danach direkt in so einen Mega-Erfolgshype zu schwimmen. DSDS ist ne super Sache und die Leute, die meinen, das wäre vielleicht übertrieben, die kennen das Entertainment-Geschäft einfach nicht.“

Hast du schon Jury-Erfahrungen gesammelt? Wie fühlt man sich da?
Fernanda Brandao: „Ja, ich habe als Juror gearbeitet und wir haben verschiedene Talente gecastet von Gesang, Tanz, auch ein bisschen Improvisation und Schauspiel. Was ich gemerkt habe ist, dass meine persönliche Bindung zu den Kandidaten immer sehr stark wurde. Man möchte sie ja irgendwie auf ihrem Weg begleiten und ihnen was mitgeben, was sie wirklich größer und besser und stärker macht. Und ich bin eigentlich heilfroh, dass ab den Mottoshows nicht wir Juroren entscheiden, sondern das Publikum zuhause. Weil,  ich glaube,  ab da wäre mein Herz nur noch am flattern und ich bin für alle Kandidaten gleichermaßen und möchte, dass jeder das Beste aus sich rausholt.“

Ist es ein Pluspunkt, dass du so jung bist und dich so gut in die Kandidaten hineinversetzen kannst?
Fernanda Brandao: „Sicherlich wird’s in dieser Staffel anders sein, weil zum ersten Mal Leute in der Jury sitzen, die selbst auch auf der Bühne stehen, die selber auch gecastet worden sind, um in die Formate zu kommen, in denen sie waren. Und man darf nicht vergessen, wir kommen alle aus der kommerziellen Musikschiene und wissen eigentlich ganz genau, worauf es jetzt bei dieser Sendung ankommt.“

Was wünschst du dir bei DSDS?
Fernanda Brandao: „Ich persönlich wünsche mir, dass vielleicht endlich mal eine Frau Superstar wird. Eine tolle, sexy Frau, die sich traut, ihre Meinung zu sagen, die selbstbewusst und tough ist und dabei weiblich und wunderschön.“

In welcher Musikrichtung?
Fernanda Brandao: „Das kann man schwer sagen. Ich war zum Beispiel auch ein großer Fan von Sarah Kreuz und ich hätte mir unheimlich gewünscht, in ihrer Staffel dabei gewesen zu sein. Weil sie ist so ein schönes Mädchen und man kann noch so so so viel mehr aus ihr machen. Und man hat auch wirklich gemerkt, wie sie von Sendung zu Sendung von der Ente zum Schwan wurde und immer mehr.“

Welche Musikrichtung ist denn gerade “IN”, womit kann man gerade am besten durchstarten?

Fernanda Brandao: „Ich finde, das kann man so pauschal gar nicht sagen, weil letzten Endes geht’s ja darum ‚Welcher Kandidat reißt uns am meisten vom Hocker?’ und ‚Wer hat Potential, diesen Namen zu tragen?’. Und einige haben eben eine Rock-Stimme, andere haben eine Soul-Stimme. Dann hatten wir zum Beispiel auch Vanessa Neigert als Schlager-Beispiel. Ich glaube nicht, dass die Musikrichtung – natürlich wird sie kommerziell – genau festgelegt werden muss. Natürlich wird sie sehr davon abhängen, was für Kandidaten es sind.“

Fernanda Brandao wurde in Brasilien, Belo Horizonte/ Minas Gerais, geboren, aufgewachsen ist sie in Rio de Janeiro. Sie begeisterte das Publikum schon im zarten Alter von 4 Jahren in verschiedenen Kinder-Produktionen in ihrer Heimat Brasilien. Als Fernanda neun Jahre alt war, beschloss ihre Mutter nach Deutschland zu ziehen. In Europa begann Fernanda mit Ballett, Jazz, Modern, Hip Hop sowie Gesangsunterricht, mit 11 Jahren hatte sie bereits ihre erste Show. Choreographien für diverse Musik-Events sowie Modeschauen folgten.

Als Tänzerin trat sie in zahlreichen Musikvideos auf. Ebenso hat  Fernanda bei verschiedenen Bühnen- und TV-Auftritten nationaler und internationaler Künstler mitgewirkt (P!nk, Shaggy, Coolio, Gabriela Cilmi, Kylie Minogue, Enrique Iglesias). Unter dem Künstlernamen Laava feierte sie vor allem in den USA und Kanada einen guten Start und lebte zu der Zeit auf Ibiza. Als Leadsängerin der erfolgreichen Latino-Pop-Gruppe „Hot Banditoz“, die 2004 den Sommerhit „Veo Veo“ veröffentlichten, feierte sie dann Erfolge in Europa, Asien und im mittleren Osten. Seit Herbst 2010 wohnt Fernanda in München.

Alle Infos auf www.rtl.de

Texte: RTL Textredaktion
Foto: (c) RTL / Gregorowius


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2 thoughts on “DSDS 2011 – Die Jury: Interview und Biografie von Fernanda Brandao

  1. biedermann oscar

    fernada brandao nervt.sie glaubt alle kandidatinnen müssten ihre hüften und ihren hintern schwingen.sie vergisst dabei,dass wir hier in mitteleuropa leben und nicht in südamerika.auch ihr gelabbere eine frau muss gewinnen ist fehl am platze.

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